Ist eine private Pflegeversicherung für Kinder sinnvoll?

Die Pflegeversicherung Spezialisten informieren: Ist eine private Pflegeversicherung für Kinder sinnvoll?Möglicherweise der wertvollste Tip für junge Eltern. Plötzlich pflegebedürftig durch Krankheit oder Unfall. Das sind Bilder bzw. Gedanken, die junge Eltern gerne ganz weit verbannen. Schnell ist es passiert, eine kleine Unaufmerksamkeit und nichts ist mehr so wie es war.

Aktuelle Beispiele aus der Praxis

August 2017 – die kleine 4-jährigen Anna, die noch nicht schwimmen konnte und im Garten bei Freunden spielte. Im Nachbargarten war ein kleiner Fischteich, mit vielen schönen Seerosen und bunt leuchtenden Goldfischen. Nicht tief, jedoch tief genug und schlammig. Das Mädchen rutschte ab, hatte keinen Halt mehr unter den Füssen und erlitt einen Ertrinkungsunfall. Durch Sauerstoffmangel blieben irreparable Schäden zurück. Sie ist jetzt ein Pflegefall. Oder der Fall des 14-Jährigen Justin, der im Sommer auf einen Baum kletterte um Kirschen zu pflücken und herunter viel. Seitdem liegt er im Wachkoma. Er braucht rund um die Uhr Betreuung.
Das schwere Schicksal der jungen Familie des 3 Monate alten Edon, der an Meningitis, umgangssprachlich auch als Hirnhautentzündung bezeichnet, erkrankte. Eine Krankheit, die bei Säuglingen nur schwer diagnostizierbar ist. Jetzt ist er geistig behindert und sein Leben lang auf fremde Hilfe angewiesen. Die mtl. Kosten der Pflege belaufen sich auf über 4.200,-€ im Monat. Davon trägt die gesetzliche Pflegeversicherung nur einen Teil. Für den Rest muss die Familie selbst aufkommen.

Eine Kinder Pflegeversicherung kann eine sinnvolle zusätzliche Absicherung sein.

In Deutschland gibt es seit 2004 eine allgemeine Kranken- und Pflegeversicherungspflicht. Diese können Sie über die gesetzlichen oder privaten Krankenversicherungen abgedeckt haben. Während die Leistungen der gesetzlichen oder privaten Krankenversicherung  variieren können, sind die Leistungen der Pflegepflichtversicherung identisch. Dabei bietet die Pflegepflichtversicherung nur eine Grundabsicherung. Die tatsächlichen Pflegekosten liegen häufig wesentlich höher. Gerade bei Kindern, hilft eine günstige private Pflegezusatzversicherung, zumindest den finanziellen Druck aus dieser schwierigen Situation nehmen!

Öktotest hat verglichen

Ökotest hat Pflegeversicherungen für Kinder verglichen. Testergebnis: 8 sehr gute Tarife. Insgesamt konnten acht der 17 getesteten Tarife den ersten Rang erreichen. In Tarifen ohne Dynamisierung (spätere Anpassung der Leistungen) sind Kinder, die schon sehr früh pflegebedürftig werden, nicht ausreichend abgesichert, so ein wichtiges Fazit der Tester.

Als Fazit sagt Ökotest:

……Für ganz wenig Geld können Kinder gegen die finanziellen Folgen von lebenslanger Pflegebedürftigkeit durch einen Unfall oder eine schwere Krankheit abgesichert werden…..

ÖKO-TEST rät:  Für den Fall der Fälle ist eine gute private Pflegezusatzversicherung die günstigste Absicherung. Tarife ohne Altersrückstellungen sollten gemieden werden. Sie werden später unverhälnismäßig teuer.

Für die Pflegeabsicherung für Kinder erhielt der Tarif „PTG“ der DKV im Gesamturteil den ersten Rang. Im 2. Rang wurde unter anderem duie Württembergische mit Ihrem Hochlesitungstarif PTPU ausgezeichnet. Beide Tarife erhalten Sie auch in unserem speziellen Vergleich für Kinder Pflegeversicheungen.

Kinder Pflegeabsicherung schon für unter 5,-€ mtl.

Die Versicherungsgesellschaften bieten gute Pflegetarife  schon für unter 5 € mtl. an. Füllen Sie das bitte das obige Formular aus und Sie erhalten von uns kostenlos und unabhängig einen Vergleich der besten Pflegezusatzversicherungen für Kinder.

  • 1
  • 2
  • 3
  • 4

Zum Vergleich:


Mein Kind ist geboren am:

Leistung:

Leistungsumfang:

Sonstiges

Welche Aussagen beschreibt den Gesundheitszustand Ihres Kindes am Besten?

Kontaktdaten für Ihren individuelle Vergleich!

Ihr persönlicher Vergleich enthält die 4 TOP Kinder Pflege-Tarife 2018

Name, Vorname

E-Mailadresse:

Telefon Nr:

Erklärung:

Sie erklären sich mit der Übersendung Ihrer Anfrage über unser Kontaktformular einverstanden, dass wir Ihre mitgeteilten personenbezogenen Daten zur Beantwortung Ihres Anliegens speichern und verarbeiten. Ihre Einwilligung können Sie jederzeit durch Übersendung einer Nachricht an die im Impressum genannte E-Mailadresse mit Wirkung für die Zukunft widerrufen. Datenschutzerklärung

Weshalb „Pflegeversicherung für Kinder“

Eltern wünschen sich für Ihre Kinder ein langes, glückliches und vor allem gesundes Leben. Daher werden mögliche Risiken gerne verdrängt. „Meinem Kind passiert nichts

An das Thema Pflege in Verbindung mit Kindern wird meist erst gedacht, wenn es schon zu spät ist. Wir verbinden mit Pflege meistens nur den letzten Lebensabschnitt eines Menschen. Es erinnert uns an ältere hilfebedürftige Menschen, unsere Vergänglichkeit und wird fast nie mit Kindern oder Jugendlichen in Verbindung gebracht.

Im Jahr 2015 waren in Deutschland ca. 82.000 Kinder und Jugendliche bis zu einem Alter von 15 Jahren pflegebedürftig. Davon wurden über 90% zuhause gepflegt.

Quelle: Statisches Bundesamt (2017) Pflegestatistik 2015

Ursache für einen Pflegefall im Kindesalter sind meist schwere Erkrankungen oder ein Unfall. Betroffene Eltern pflegen dann ihre Kinder solange es möglich ist, zuhause. Das geht nicht ohne Hilfe. Fast immer werden andere Familienmitglieder und Angehörige mit eingespannt. Für alle Beteiligten ist dies oftmals ein Full-Time Job über Jahre oder Jahrzehnte. Es hat Einfluss auf das gesamte Familienleben und ist immer eine schmerzhafte psychische, physische und finanzielle Belastung für alle Beteiligten. Die Kosten für den Pflegeaufwand steigen ins ungeahnte Höhen. Aber auch der Alltag der Familie ändert sich drastisch. Ein strukturierter Tagesablauf ist unerlässlich, hier steht die Ernährung, die Pflege und Betreuung des pflegebedürftigen Kindes im Mittelpunkt. Oftmals gibt ein Elternteil seinen Job auf, was oft eine große finanzielle Lücke mit sich bringt. Jetzt kann die Anschaffung eines neuen Autos oder die Abzahlung eines Immobilienkredites hier schnell zum Problem werden.

Eine finanzielle Unterstützung bekommen behinderte Kinder und deren Familienmitglieder durch unterschiedliche Sozialleistungen.
Die Leistungen der gesetzlichen Krankenversicherung sind im Sozialgesetzbuch V festgelegt.
Das Leistungsspektrum umfasst:

  • Arzneimittel
  • Heilmittel, hierunter fallen Krankengymnastik, Ergotherapie, Logopädie, Massagen.
  • Hilfsmittel, wie Hörgeräte, Prothesen, Rollstühle und auch Brillen können bei schwerer Sehbehinderung verordnet werden
  • Häusliche Krankenpflege
  • Begleitperson im Krankenhaus
  • Haushaltshilfe
  • Krankengeld bei Erkrankung des Kindes
  • Zahnersatz

Nach einem genehmigt Pflegegrad durch einen Gutachter (MDK) , erhält man Leistungen aus der gesetzlichen Pflegeversicherung.

Was bedeutet „pflegebedürftig“?

Die Pflegebedürftigkeit ist in Deutschland im Sozialgesetzbuch (SGB XI) festgelegt.

Laut Sozialgesetzbuch XI gelten alle Menschen als pflegebedürftig, die nach bestimmten Kriterien in ihrer Selbstständigkeit eingeschränkt sind und für voraussichtlich mindestens sechs Monate pflegerische und betreuerische Hilfen benötigen. Definition nach  § 14 Abs. 1 wie folgt:

Pflegebedürftig (…) sind Personen, die gesundheitlich bedingte Beeinträchtigungen der Selbständigkeit oder der Fähigkeiten aufweisen und deshalb der Hilfe durch andere bedürfen. Es muss sich um Personen handeln, die körperliche, kognitive oder psychische Beeinträchtigungen oder gesundheitlich bedingte Belastungen oder Anforderungen nicht selbständig kompensieren oder bewältigen können. Die Pflegebedürftigkeit muss auf Dauer, voraussichtlich für mindestens sechs Monate, und mit mindestens der in § 15 festgelegten Schwere bestehen.

Leistungen der gesetzlichen Pflegeversicherung 2018

PflegegradPflegegeld (ambulant)Pflegesachleistung (ambulant)Stationäre Pflege
Pflegegrad 1125 €*125 €
Pflegegrad 2316 €698 €770 €
Pflegegrad 3545 €1.298 €1.262 €
Pflegegrad 4728 €1.612 €1.775 €
Pflegegrad 5901 €1.995 €2.005 €

*) der Geldbetrag, der für die Erstattung von Betreuungs- und Entlastungsleistungen zur Verfügung steht.

Was bedeutet:

Das Pflegegeld ist eine Leistung aus der gesetzlichen Pflegepflichtversicherung, die bezahlt wird, wenn zum Beispiel Angehörige die zu pflegende Person betreuen. Beim reinen Pflegegeld ist kein Nachweis der Kosten notwendig. Das Pflegegeld wird monatlich ausbezahlt und ist grundsätzlich eine steuerfreie Einnahme.

Die unterschiedlichen Pflegegrade im Detail

Pflegegrad 1

Der Pflegegrad 1 wurde bisher nach den alten Pflegestufensystem nicht berücksichtigt. Daher haben viele Personen, durch eine neue Begutachtung (NBA)  des Medizinischen Dienstes-MDK (bei gesetzliche Krankenversicherten) und medicproof (bei privat krankenversicherten) den Pflegegrad 1 zu reichen. Den Pflegegrad 1 erhält der Antragsteller, wenn der Gutachter eine Mindestpunktzahl von 12,5 Punkten bestätigt.

In den meisten Fällen werden Personen mit Pflegegrad 1  körperlich und geistig recht noch beweglich sein – Ihnen testiert  der  Gutachter eine:

geringe Beeinträchtigung der Selbstständigkeit

Für den Pflegegrad 1 erhalten Sie folgende Leistungen aus der gesetzlichen Pflegepflichtversicherung:

  • 125,-  mtl. – für die Erstattung von Betreuungs- und Entlastungsleistungen
  • bis zu 4.000,-€ Zuschuss für altersgerechte Wohnraumanpassungen (einmalig)
  • 18,36 € mtl. Zuschuss für technische Hilfsmittel
  • 40,-€ Pauschalförderung zum Verbrauch bestimmter Hilfsmittel
  • kostenlose Beratungen und Pflegekurse

Pflegegrad 2

Um den Pflegegrad 2 zu erhalten, dem Antragsteller bei der Begutachtung eine Punktzahl zwischen 27 und < 47,5 Punkten ermittelt werden. Ihnen testiert der Gutachter eine:

erhebliche Beeinträchtigung der Selbstständigkeit

Für den Pflegegrad 2 erhalten Sie folgende Leistungen aus der gesetzlichen Pflegepflichtversicherung:

  • 125,-€ mtl. Entlastungsbeitrag für Betreuungs- und Entlastungsleistungen
  • 316,- €  mtl. als Pflegegeld (Angehörigenpflege)
  • 689,- € mtl. Pflegesachleistung (Pflege durch ambulanten Pflegedienst)
  • 689,-€ mtl. in der teilstationären Pflege
  • 770,-€ mtl. für die vollstationäre Pflege
  • bis zu 4.000,-€ Zuschuss für altersgerechte Wohnraumanpassungen (einmalig)
  • 18,36 € mtl. Zuschuss für technische Hilfsmittel
  • 40,-€ Pauschalförderung zum Verbrauch bestimmter Hilfsmittel
  • kostenlose Beratungen und Pflegekurse

Pflegegrad 3

Um den Pflegegrad 3 zu erhalten, muss dem Antragsteller bei der Begutachtung eine Punktzahl zwischen 47,5 und < 70 Punkten ermittelt werden. Ihnen testiert der Gutachter eine:

schwere Beeinträchtigung der Selbstständigkeit

Für den Pflegegrad 3 erhalten Sie folgende Leistungen aus der gesetzlichen Pflegepflichtversicherung:

  • 125,-€ mtl. Entlastungsbeitrag für Betreuungs- und Entlastungsleistungen
  • 545,- €  mtl. als Pflegegeld (Angehörigenpflege)
  • 1.298,- € mtl. Pflegesachleistung (Pflege durch ambulanten Pflegedienst)
  • 1.298,-€ mtl. in der teilstationären Pflege
  • 1.262,-€ mtl. für die vollstationäre Pflege
  • bis zu 4.000,-€ Zuschuss für altersgerechte Wohnraumanpassungen (einmalig)
  • 18,36 € mtl. Zuschuss für technische Hilfsmittel
  • 40,-€ Pauschalförderung zum Verbrauch bestimmter Hilfsmittel
  • kostenlose Beratungen und Pflegekurse

Pflegegrad 4

Um den Pflegegrad 4 zu erhalten, muss dem Antragsteller bei der Begutachtung eine Punktzahl zwischen 70 und 90 Punkten ermittelt werden. Ihnen testiert der Gutachter eine:

schwerste Beeinträchtigung der Selbstständigkeit

Für den Pflegegrad 4 erhalten Sie folgende Leistungen aus der gesetzlichen Pflegepflichtversicherung:

  • 125,-€ mtl. Entlastungsbeitrag für Betreuungs- und Entlastungsleistungen
  • 728,- € mtl. als Pflegegeld (Angehörigenpflege)
  • 1.612,- € mtl. Pflegesachleistung (Pflege durch ambulanten Pflegedienst)
  • 1.612,-€ mtl. in der teilstationären Pflege
  • 1.775,-€ mtl. für die vollstationäre Pflege
  • bis zu 4.000,-€ Zuschuss für altersgerechte Wohnraumanpassungen (einmalig)
  • 18,36 € mtl. Zuschuss für technische Hilfsmittel
  • 40,-€ Pauschalförderung zum Verbrauch bestimmter Hilfsmittel
  • kostenlose Beratungen und Pflegekurse

Pflegegrad 5

Um den Pflegegrad 5 zu erhalten, muss dem Antragsteller bei der Begutachtung eine Punktzahl zwischen 90 und <100 Punkten ermittelt werden. Ihnen testiert der Gutachter eine:

schwerste Beeinträchtigung der Selbstständigkeit mit besonderen Anforderungen für die pflegerische Versorgung

Für den Pflegegrad 1 erhalten Sie folgende Leistungen aus der gesetzlichen Pflegepflichtversicherung:

  • 125,-€ mtl. Entlastungsbeitrag für Betreuungs- und Entlastungsleistungen
  • 901,- € mtl. als Pflegegeld (Angehörigenpflege)
  • 1.995,- € mtl. Pflegesachleistung (Pflege durch ambulanten Pflegedienst)
  • 1.995,-€ mtl. in der teilstationären Pflege
  • 2.005,-€ mtl. für die vollstationäre Pflege
  • bis zu 4.000,-€ Zuschuss für altersgerechte Wohnraumanpassungen (einmalig)
  • 18,36 € mtl. Zuschuss für technische Hilfsmittel
  • 40,-€ Pauschalförderung zum Verbrauch bestimmter Hilfsmittel
  • kostenlose Beratungen und Pflegekurse

Fazit: Private Pflegeversicherung für Kinder

Soll ich eine private Pflegeversicherung für mein Kind abschließen? Natürlich denkt niemand gerne daran, dass auch Kinder pflegebedürftig werden können. Doch leider passiert das immer wieder. Die gesetzliche Pflegepflichtversicherung bietet nur eine Grundsicherung.  Das bedeutet, auf die Eltern kommen häufig enorme finanzielle Belastungen zu. Für solche Fälle können Eltern für ihre Kinder eine private Pflegeversicherung abschließen. Die Beiträge sind in der Regel recht niedrig. Mit weniger als 5,- € pro Monat kann dieses finanzielle Risiko abgedeckt werden.