Private Pflegeversicherung pro und contra

Die Pflegeversicherung Spezialisten informieren : pro und contra pflegeversicherungDie Pflegeversicherung Spezialisten haben sich schon vor knapp 10 Jahren auf die immer wichtigere finanzielle Absicherung im Pflegefall spezialisiert. Häufig werden wir gefragt: Was sind die Pro- und Contra zur privaten Pflegeversicherung ?

Das Wichtigste in Kürze

  • 2018 waren ca. 3,6 Millionen Menschen pflegebedürftig
  • in jeder zweiten Familie kommt es statisch gesehen zu einem Pflegefall
  • Die Kosten der Pflege steigen seit Jahren kontinuierlich an
  • in vielen Fällen ist der Abschluss einer privaten Pflegezusatzversicherung sinnvoll

Gründe für eine Pflegeversicherung

Grundsätzlich sehen wir die private Pflegeversicherung als eine der wichtigsten Absicherungen im Alter an. Das hat vor allem zwei Gründe:

Die Statistik

Bereits heute werden jeder zweite Mann und zwei von drei Frauen im Laufe ihres Lebens pflegebedürftig. Auslöser sind häufig nicht nur körperliche, sondern auch psychische und geistige Einschränkungen (z.B. Demenz oder Altersverwirrung).

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Die Kosten

Die tatsächlichen Pflegekosten werden nur teilweise von der gesetzlichen Pflegepflichtversicherung übernommen. Insbesondere in der stationären Pflege müssen häufig monatlich 2.500,-€ und mehr aus der eigenen Tasche gezahlt werden. Und wenn das eigene Einkommen nicht ausreicht, werden unter Umständen die Kinder zur Kasse gebeten. (siehe auch den Beitrag: Kinder haften für Ihre Eltern)

stationäre Pflege

Die Kosten im Pflegeheim sind von Bundesland zu Bundesland sehr unterschiedlich. Der im Pflegeheim zu zahlende Eigenanteil setzt sich aus folgenden Teilbeiträgen zusammen:

  • EEE
  • Unterkunft
  • Verpflegung
  • Investitionskosten

Der durchschnittliche monatliche Eigenanteil in der stationären Pflege beträgt deutschlandweit 1.751,19  Euro (Stand 01.10.2018). Besonders teuer kommt es in Nordrhein-Westfalen, Baden Württemberg und im Saarland mit jeweils über 2.000 Euro. Am günstigsten ist es in Mecklenburg-Vorpommern mit monatlich 1.161,91 Euro, dicht gefolgt von Sachsen-Anhalt und Sachsen. Die Leistungen aus der gesetzlichen Pflegeversicherung sind bei diesen Zahlen bereits abgezogen.

Durchschnittliche Eigenbeteiligung in den Pflegeheimkosten

 

Das Wichtigste zusammengefasst:

  • Die Kosten für einen Heimplatz setzen sich aus verschiedenen Positionen zusammen.
  • Die Pflegekasse zahlt Leistungen für die Pflege im Heim.
  • Je höher der Pflegegrad ist, desto höher sind die Leistungen der Pflegekasse.
  • Die Eigenleistung in der Pflege ist nicht mehr abhängig von der Höhe der Pflegegrade.
  • Sind die Kosten höher als die Leistungen der Pflegekasse, so muss jeder Heimbewohner diese selbst zahlen.
  • Kosten für Unterkunft, Verpflegung und Investitionskosten müssen Sie selber zahlen.

ambulante Pflege

Der überwiegende Anteil pflegebedürftiger Personen werden heute ambulant behandelt. Von aktuell ca. 2,9 Mio Pflegefälle werden ca.  2.1 Mio. ambulant und 0,9 Mio stationär betreut. Nachfolgend finden Sie die durchschnittlichen Kosten durch einen ambulanten Pflegedienst in den einzelnen Pflegegraden. (Stand 2018, Quelle MV-Pflegehandbuch)

Durchschnittliche ambulante Pflegekosten

Die Statistiken sprechen eine eindeutige Sprache:

Entwicklung der Anzahl der Pflegebedürftigen (in Mio.)

2015 (2,66 Mio)
2020 (2,85 Mio)
2030 (3,31 Mio)
2040 (3,64 Mio)
2050 (4,36 Mio)

Pro und Contra Pflegeversicherung

Pro – private Pflegeversicherung

  • ich kann mir eine „menschenwürdige“ Pflege leisten
  • meine Kinder müssen nicht für meine Pflege aufkommen
  • ich kann meinen Kindern etwas vererben
  • kann das finanzielle Risiko auslagern
  • ich kann meinen sozialen Status aufrechterhalten
  • Es gibt keinen „finanziellen Druck“ innerhalb der Familie

Contra – private Pflegeversicherung

  • ich werde kein Pflegefall – dann habe ich „umsonst“ einbezahlt*)
  • ich habe genug Vermögen – davon bezahle ich meine Pflege
  • ich habe ja Kinder, die können mich pflegen
  • ich bin schon zu alt, den Beitrag kann ich mir nicht leisten

Wir haben immer wieder feststellen können, dass der soziale Status Quo im Falle einer Pflegebedürftigkeit sehr gefährdet ist. Insbesondere im ambulanten Bereich werden häufig soziale und hygienische Missstände angezeigt. zum Beispiel: Wer sich früher 3x die Woche geduscht hat, duscht sich jetzt nur noch einmal die Woche. Mehr ist im Budget der gesetzlichen Pflegeversicherung nicht drin. Anstatt gesundes und frisches Essen, wird häufiger Convenience Nahrung zu sich genommen.

Daraus folgt: In der ambulante Pflege haben wir im Gegensatz zur stationären Pflege ein Versorgungsproblem.

Unser TIPP

Je jünger und gesünder Sie sind, desto niedriger ist Ihr Beitrag für eine gute private Pflegeversicherung

*) Hier gibt es als Alternative die sogenannte Pflegerentenversicherung. Hier ist auch ein Sparanteil vorhanden. Das bedeutet, wenn jemand nicht pflegebedürftig wird, dann erhält ein Teil des eingezahlten Geldes wieder zurück. Auch ist hier eine Einmalzahlung möglich. Weitere Informationen hierzu finden Sie auf unserer Seite: Pflegerentenversicherung Vergleich

Fazit zu private Pflegeversicherung Pro und Contra:

Für die private Pflegeversicherung spricht also eindeutig die im Vergleich zur gesetzlichen Pflegeversicherung deutlich höhere Absicherung im Pflegefall.  Je nach Anbieter, Geschlecht und Alter bei Versicherungseintritt zahlt man für die private Pflegeversicherung zwischen 20 und 120 Euro im Monat. Als Fazit läßt sich festhalten, dass eine private Pflegeversicherung für meisten Menschen eine sehr sinnvolle Absicherung darstellt. Da die Beiträge von Versicherung zu Versicherung sehr stark variieren empfehlen wir einen Pflegezusatzversicherung Vergleich. Gerne könne Sie uns eine Nachricht schreiben oder rufen Sie uns an unter 02641 205445. Wir sind gerne persönlich für Sie da.